Modernisieren & Renovieren

Vom Altbau zum Energiesparhaus: So gelingt die Modernisierung!

Wer sich ein neues Haus baut, der unterliegt seit 2002 den gesetzlichen Verpflichtungen der Energieeinsparverordnung (EnEV). Dabei verpflichtet man sich, einen Teil der Energie für sein Zuhause aus regenerativen Quellen zu gewinnen. Bei Altbauten muss man schon selbst und proaktiv an das Thema „Energie sparen“ rangehen. Doch wer sich traut und in die Modernisierung investiert, kann viele Energiekosten sparen und zudem die Umwelt schonen.


Termin vereinbaren
Altbau

Energiesparhaus: Was ist das?

Eine eindeutige Definition dieser Häuserart gibt es nicht. Allgemein sind sie Gebäude, deren Energiebedarf die gesetzlichen Anforderungen an andere Häusertypen, wie Neubauten oder sanierte Altbauten, unterschreitet. Das heißt also, dass im Allgemeinen ein Energiesparhaus weniger Energie für Heizung und Warmwasser als andere, vergleichbare Häuser verbraucht. Dabei kann man unter einem Energiesparhaus ganz unterschiedliche Haustypen zusammenfassen. Begrifflichkeiten und verschiedenste Formen dieser Art von Immobilie sind bekannt: Unter das Label fallen beispielsweise das Niedrigenergiehaus, das Passivhaus, die KfW-Effizienzhäuser und das Plusenergiehaus oder auch Nullenergiehaus. Dabei muss jeder dieser Haustypen bestimmte Anforderungen erfüllen.

Was es zu beachten gilt?

Wer seinen Altbau auf ein energiesparendes Haus umrüsten will, der kann an vielen Stellen ansetzen und so das eigene Zuhause modernisieren.

Verglasung und Wärmedämmung sind essentiell

Eine große Rolle spielen die Wärmedämmung und der damit häufig verbundene Austausch der Fenster. 1970 verfügten die meisten Fenster über eine Einfach-Verglasung. Das sollten Sie ändern! Zweifach verglaste Fenster verfügen über eine um 50 oder 60 Prozent verbesserte Dämmwirkung. Wer noch mehr will, greift zur dritten Schicht und kann weitere 50 Prozent mit der modernen Wärmeschutzverglasung gewinnen. Auch die Dämmung in einem Haus ist essentiell, wenn es darum geht, einen Altbau in ein wahres Energiewunder zu verwandeln. Bis zu 35 Prozent der erzeugten Wärme verliert ein nicht wärmegedämmtes Haus über die Außenwände und bis zu 20 Prozent über ein ungedämmtes Dach. Ein Wärmeverlust lässt sich nie vermeiden, aber deutlich reduzieren. Beispielsweise kann eine Fassadendämmung die jährlichen Heizkosten um etwa 260 Euro mindern. Je älter das Haus ist, desto höher fallen die Einsparungen aus. Durchschnittlich werden innerhalb von sechs Jahren die Kosten der Dämmung amortisiert sein. Mit Dämmmaterialien wie Polystyrol oder Holzfasern kann im Winter die Wärme im Haus nicht nur gehalten, sondern auch im Sommer draußen gelassen werden. Auch andere Materialien wie Flachs, Kokosfasern oder Schaumglas und viele andere natürliche und synthetische Rohstoffe sind denkbar. Lassen Sie sich dazu am besten von einem Fachmann beraten. Wer sich für eine energetische Sanierung entscheidet, sollte sich vorab mit einem Energieberater in Verbindung setzen. Dieser kann mit Ihnen zusammen mit Hilfe einer Wärmebildkamera die Schwachstellen im eigenen Haus aufdecken. Das kann helfen zu erfahren, wo die Wärme verloren geht und mit welcher Art von Wärmedämmung gearbeitet werden muss, um das zu vermeiden.

Schimmelbildung vermeiden

Wer sein Haus dämmt und Schimmelbildung durch Feuchtigkeit vermeiden will, muss darüber nachdenken, eine Lüftungsanlage zu installieren. Solche Anlagen mit Wärmerückgewinnung sorgen zusätzlich für Energieeinsparungen. Dabei wird der Luft durch Zu- und Abluftsysteme ihre Wärme entzogen, bevor sie nach außen geleitet wird. Mit der gewonnen Wärme wird dann wiederum die eindringende Frischluft erwärmt. Wer an dieser Stelle sparen will und sich keine Lüftungsanlage anschaffen möchte, der muss sein Energiesparhaus mehrmals täglich stoßweise lüften.

Die richtige Energiequelle und Heiztechnik wählen

Neben der Dämmung kommt in einem Energiesparhaus der Heiztechnik und Warmwasseraufbereitung eine entscheidende Rolle zu. Da beides einen Großteil der Energie im Haus verbraucht, lohnt sich der Blick auf Alternativen. Zwar sind etablierte Heizsysteme wie Gas- und Ölheizungen eine effiziente Möglichkeit, das Haus mit Wärme zu versorgen, dennoch ist es unklar, wie sich die Preise und die Versorgungssicherheit bei diesen fossilen Energiequellen entwickeln werden. Daher sollte man über Alternativen nachdenken. Sonnenenergie ist kostenlos und lässt sich ganz wunderbar als Energiequelle nutzen. Großflächige Fensterfronten, die gen Süden ausgerichtet sind, verhelfen dem Haus zu einer wohligen Wärme und senken gleichzeitig die Heizenergie. Als gute Ergänzung kann hier das Heizen mit Solarthermie funktionieren. Durch Kollektoren, die meist auf dem Dach installiert werden, wird die Strahlenenergie der Sonne eingefangen. Diese lässt sich dann wiederum für Heizung und Brauchwassererwärmung nutzen. Als weitere Möglichkeit hat sich das Heizen mit Pellets etabliert. Pellets werden aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gewonnen und sind kleine gepresste Hackschnitzel aus Sägemehl und Holzresten. Diese werden in einem Ofen verbrannt, wodurch die Energie für das Haus gewonnen wird. Auch Wärmepumpen, die die vorhandene Wärme der Umgebung (aus Luft, Wasser, Erde) in Heizwärme umwandeln, können sinnvoll sein, wenn man alternativ heizen möchte. Idealerweise kommt der dafür benötigte Strom von der hauseigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Rechtliches zum Thema Altbausanierung

Wer sich für eine Altbausanierung entscheidet, der muss einiges beachten. Werden die rechtlichen Vorgaben nicht berücksichtigt, der muss einen möglichen Baustopp in Kauf nehmen. Grundsätzlich lassen sich alle Arten von Altbauten modernisieren und zu Energiesparhäusern umbauen. Doch steht das betreffende Haus unter Denkmalschutz, so müssen die jeweiligen Richtlinien für die Sanierung beachtet werden. Denken Sie daran zu prüfen, ob der geplante Umbau in den Bereichen Fassade, Fenster, Türen oder Dach so umgesetzt werden kann. Wer keine Fehler machen möchte, der informiert sich möglichst vorab beim zuständigen Amt, was machbar ist.

Wir helfen Ihnen gern!

Wem es jetzt unter den Fingern brennt, der sollte schnell zur VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG kommen und sich von uns beraten lassen. Unsere Modernisierungs-Experten finden einen Weg Ihren Altbau auf den neuesten Stand zu bringen.

Termin vereinbaren
Zurück vorwärts